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Die Preisvergleicher

18.10.2014

Die vielen Preisvergleichs-Webseiten scheinen ja zu bestätigen das die Verbraucher Preisvergleiche geradezu verlangen. Wie sieht dies jedoch für einen Shopbetreiber aus? Darüber wird nicht so oft gesprochen.

Was soll ein Preisvergleich dem Kunden bringen?

Der angebliche Vorteil wird oft mit „Dann kannst du beim billigsten kaufen...″ beschrieben und umworben. Das dem nicht immer so ist sollten folgende Tatsachen jedem klarmachen.

  1. Sämtliche Kosten die dem Shopbetreiber durch die Preisvergleichsseite entstehen werden bei den Artikelpreisen aufgeschlagen - alles andere wäre auch wirtschaftlicher Unsinn. Ergo wird der Artikel teurer als nötig.
  2. Viele Preisvergleichsseiten bieten eine „Premium-Mitgliedschaft″ oder vergleichbares für die Anbieter an und bewerben dies mit der hervorgehobenen und/oder besser positionierten Darstellung der Artikel von Premiumkunden. Da stellt sich die Frage ob nun wirklich die günstigsten Anbieter gezeigt werden oder nur die besser zahlenden?
  3. Es sind nur ein Bruchteil der Internetshops über solche Seiten zu erreichen. Auch wenn mit „über 50 Millionen vergleichbarer Artikel″ geworben wird. Relativieren kann man die über 50 Millionen vergleichbare Artikel auch so wie meine Tochter: „So viele Zahnbürsten gibt es?″.

Was kostet ein Preisvergleich?

Dem Kunden über den Weg des Preises etwas. Dem Shopbetreiber hingegen kann das teuer zu stehen kommen.
In der Regel werden die Anbieter, die ihren Shop bei einer Preisvergleichsseite anmeldet haben, für jeden Klick der zu ihrer Seite führt mit einer Gebühr belegt. Dieses Cost-by-Click schwankt von 0,09€ bis hin zu 0,43€ je Klick. Einige Preisvergleichsseiten bieten dagegen zeitlich begrenzte Mitgliedschaften und/oder Premium-Mitgliedschaften zu festen Gebühren an.
Warum man bei diesem Geschäftsmodell als Shopbetreiber vorsichtig sein soll?
Dazu einmal folgendes:

  1. Hat man kleinpreisige Artikel im Shop kann man dadurch auf die Nase fallen wenn man oft nur einen solchen Artikel je Bestellung verkauft.
  2. Der Shopbetreiber soll für jeden potentiellen Kunden den Cost-by-Click Preis zahlen. Egal ob der „Klicker″ nun kauft oder nicht.
  3. Es ist schlicht und ergreifend nicht wirklich nachprüfbar wer wie oft und aus welchem Grund auf den Shoplink geklickt hat.
    Echte Interessenten? Spaßvögel? Oder nur der Preisvergleichsseiten-Betreiber um seine Kasse aufzubessern? Man kann es einfach nicht kontrollieren.

Bei diesen Preisvergleichsseiten wird vorausgesetzt das man diesen sein Vertrauen schenkt - Vertrauen aber muss man sich verdienen und nicht in Form einer Selbstverständlichkeit (als Dienstleister) von seinen Kunden fordern. Auf solche Seiten kann man verzichten. Eine nicht kontrollierbare Abrechnungspraxix die unter Umständen nur Kosten verursacht und nichts, nicht einen Kunden bringt.

All dies heißt natürlich nicht das alle Betreiber einer solchen Seite Betrüger sind! Wohl aber fordern diese von einem Shopbetreiber schon blindes Vertrauen.

Preisvergleichsseiten?
Da sollst du als Geschäftsinhaber Herrn X Geld geben weil ein „potentieller Kunde″ bei Herrn X deine Adresse gelesen hat?
Was für eine kranke Idee - und alle machen mit.

 
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